Entspanntes Weihnachten

Es war ein entspanntes Weihnachten in diesem Jahr, erstaunlicherweise auch einmal ohne Magen-Darm-Infekt, der uns sonst doch in den letzten zwei Jahren pünktlich zu den Feiertagen besucht hatte.

Wir hatten mit Traditionen gebrochen, um mehr Entspannung zu erreichen: Den Weihnachtsbaum schon am 23.12. aufgestellt und nicht am 24.12.; unseren Besuch in der Kirche hatten wir vom 24.12. auf den 26.12. vormittags verlegt (bei dem es die Zweitaufführung des Weihnachtsmusicals gab); das Essen nicht perfekt durchgeplant.

So war unser Weihnachtsfest dieses Jahr wie Jonathans selbst gezogene Kerzen: Ungleich, nicht perfekt, gerade nicht kerzengerade – aber mit einem sehr schönen Licht 🙂

Das tapfere Schneiderlein

Ab Februar lernt Jonathan im Nachmittagsprogramm seiner Schule Nähen. Ich freue mich auf die ersten selbst gestalteten Kissen, Tischdecken und Schmusetücher! 🙂 

(Am zweiten Nachmittag, den er in der Schule verbringt, steht Trommeln auf dem Programm. Ob ich da die häusliche Anwendung gutheiße, muss ich mir noch überlegen …)

Das Ferienende naht

Leider. Morgen ist der letzte Ferientag, bevor es übermorgen wieder losgeht mit Schule und Kindergarten und den Pflichtfahrten zu diversen Terminen, und zahlreichen geplanten und ungeplanten Essens- und Schlafensgästen, die die Kinder mit nach Hause bringen. War ich im letzten Jahr noch froh, wenn die beiden Großen ab und an mal das Haus verließen, damit die kleinste Dame ab und an eine Mütze Schlaf bekam, finde ich die Ferien gerade (mal abgesehen von Herrn Noro, der alle bis auf Matilda befallen und doch einige Tage arg mitgenommen hat) sehr entspannt. Die beiden Großen haben ihre eigene Spiel-Dynamik, sind sehr heiß auf so handfeste Dinge wie Kochen und Backen (am liebsten alles ganz allein), so dass wir das Norovirus-Gewichtsabnahme-Kompensationsprogramm aufgefahren haben, die Allerkleinste liebt ihre großen Geschwister Tatta (Jonathan) und Paba (Paula) abgöttisch und guckt sich jeden Blödsinn von ihnen ab, rennt im Affentempo hinter ihnen her und möchte eigentlich nur und haargenau die gleichen Dinge, die die Geschwister machen, und da geht es um Kartoffelschälen, Essen mit Messer und Gabeln, Uno und Halli Galli, Trampolinspringen, Balancieren auf Sofalehnen, die Bedienung des CD-Spielers oder der elektrischen Zahnbürste. Geht natürlich alles nicht immer, wie sie es sich vorstellt, aber unser sonniges Mädchen stört sich nicht allzu sehr daran, für Perfektionismus ist sie noch zu jung. Paula ist in den Ferien gefühlt 10 cm gewachsen, und wir haben alle plötzlich zu kurzen Pullover und Hosen in Matildas Kleiderschrank hinübergeräumt. Sie redet neuerdings genau so viel wie Jonathan. Der wiederum läuft derzeit gern fast bis zum Mittagessen im Schlafanzug herum und genießt den Schlendrian. Hinweisen auf seinen Bohème-Stil begegnet er wie sein derzeitiger Held Karlsson vom Dach gern mit den Worten „Das stört doch keinen großen Geist!“ (diesen Satz muss ich unbedingt mal in mein Standard-Floskel-Repertoire übernehmen …) Da ich mir dieser Tage auch Ferien von der Waschmaschine und dem Wischeimer (und der Arbeitsagentur) genommen habe, würde ich gern noch ein paar Ferientage anhängen. Durch Herrn Noro haben wir schließlich eine ganze Woche verloren …