Wenn die fiesen Viren einmal nicht die Kinder, sondern „die Mama“ anfallen, ist es besser, wenn sich der lärmende Teil der Familie einmal vom Haus entfernt und besser den Spielplatz besucht.
Das hat ganz gut geklappt 😉
Jonathan webt Teppiche für Puppenhäuser …

Matilda übt sich in großformatiger abstrakter Malerei …

und Paula huldigt dem Pointillismus.

(nur die Eltern, die könnten mal das Buchregal im Hintergrund aufräumen … aber eigentlich ist ja heute auch Feiertag)

Wie immer, freie Tage vergehen mindestens doppelt so schnell wie normale Alltagstage. So auch diese Osterferien.
Immerhin, die Stürze und Magen-Darm-Infekte lagen bereits knapp hinter uns, sodass krankheitsbedingt nicht so viel drohte – eigentlich ist das ja immer anders.
Das Wetter zu Ostern war gar nicht so schlimm, wie ursprünglich angekündigt, also konnten wir endlich wieder längere Zeit im Garten sein.
Die Kinder haben ihr Piratenschiff (unser Urlaub des letzten Jahres 😉 wieder in Besitz genommen, das monatelang traurig im Morast des ostwestfälischen Winters zu versinken drohte. Neu an Bord auf dem Oberdeck nun auch Matilda, die stolz darauf herumspazierte – wenn Mama oder Papa sie hinaufbeförderte.
Am Ostersonntag konnte dann drinnen wie draußen gesucht werden, Schokolode und Bücher und ein auch von Jonathan bewusst verdrängtes Geheimnis um den Osterhasen.
In der Ferienwoche nach Ostern fuhren wir wieder einmal in den Zoo nach Dortmund, grillten endlich an, beherbergten befreundete Kinder, deren Bruder nach einem Treppensturz zur Überwachung mit seiner Mama im Krankenhaus war, eroberten den Lieblingswald von Jonathan wieder und bauten dort am Bach Staudämme. Natürlich mit ausreichend Wasser in den Gummistiefeln, aber kein Kind murrte.
In den Pausen trieben wir Jonathan in Richtung Mathe üben vor uns her – was die Schule nicht schafft, müssen die Eltern eben richten. So langsam versteht man das mit der fehlenden Chancengleichheit, wie dumm von uns, dass wir Eltern einmal meinten, beide arbeiten zu können … aber dieser Ärger gehört nicht hierher.
Geschwind ist der Sonntag da und der Alltag steht hinter den Bergen bereit, hier noch ein paar Bilder zum vergangenen Urlaub.
An Tagen wie diesen, an denen Matilda mit einer dicken Platzwunde im Gesicht zu Gast in der Notaufnahme war und Paula mit Scharlach ko.tzend und weinend auf dem Sofa sitzt, bräuchten wir manchmal mehr als zwei Hände. An 360 Tagen im Jahr schaffen wir es prima allein, an den restlichen fühlen wir uns manchmal verdammt einsam. Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen.
Matilda hat in den paar Stunden Kita sehr schnell gelernt „Meima!“ auszurufen, um Besitzstände zu wahren.
Dabei handelt es sich nicht immer im wirkliches Eigentum, sondern ist oft natürlich nur der Anspruch darauf.
Das hält Paula nicht davon ab, aktuell den dringenden Wunsch zu haben, erwachsen zu sein … um endlich selbst ein Baby zu haben 😉



Wir bleiben einfach so lange im Garten, bis es Frühling wird! (und wir können sehr, sehr hartnäckig und halsstarrig sein, lieber Winter!)
… ist die Paula. Irgendwie. In ihrem Leben. Ist im Winter mindestens 10cm gewachsen, hat seit ihrer Paukenröhrchen-Polypen-OP zwei Kilo zugenommen (vorher lag sie immer knapp an der Grenze zum Untergewicht und mäkelte ständig am Essen herum, neuerdings kann sie essen wie ein Scheunendrescher), lernt fleißig schwimmen und ist gerade sehr bei sich und in sich. (es sei denn, sie ist gerade außer sich 😉 ) ….
(und nein, sie hat nicht Geburtstag, sie ist nur gerade mal wieder Königin …)


Wir schreiben Samstag, den 6. März, und der Winter ist mit voller Wucht zu uns und all den blühenden Krokussen und Schneeglöckchen zurückgekehrt. Aber gemäß dem Motto „Wenn dir das Leben Zitronen schenkt, mach Limonade daraus“ haben wir heute Nachmittag Iglus, Schneehasen und Schnee-Eisbecher fabriziert …

Die Lady hat sich den Schmuck der großen Schwester gekrallt und stolziert damit wie ein kleiner Pfau durch die Wohnung 🙂
